Bald keine Namen mehr am Klingelschild?

Nach der Beschwerde eines Mieters hatte sich die österreichische Hausverwaltung „Wiener Wohnen“ entschieden, an 220.000 Wohnungen nach und nach die Namensschilder gegen die Wohnungsnummer auszutauschen. Die für Datenschutzangelegenheiten der Stadt Wien zuständige Abteilung stufe die Verbindung von Nachname und Wohnungsnummer als einen Verstoß gegen die DSGVO ein, hieß es. Wer dennoch seinen Namen am Klingelschild haben wolle, müsse nun selbst einen Aufkleber anbringen.

Dieser Auffassung hatte sich auch der deutsche Immobilien-Eigentümerverband Haus & Grund angeschlossen.

Gut…, Namen sind Schall und Rauch…, aber Namen sind doch keine Ziffern…Wie weit soll das gehen? Dürfen wir demnächst unseren Liebsten nicht mehr „Hase“ oder „Zupfel-Dupfel“ nennen? Müssen wir sagen „17865“? Ich denke nicht, wegen der Klingelschilder müssen wir uns wohl auch keine Gedanken machen, die Bundesbeauftragte hat bereits abgewunken…

Stephanie Iraschko-Luscher

14.12.2018

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