Datenschutz-ABC – Buchstabe E

E wie Erforderlichkeitsprinzip

Ich gebe es gerne zu, es ist mein Lieblingsprinzip. Das Erforderlichkeitsprinzip (oder im Englischen: „Need-to-know-principle“ (vielleicht nehme ich es nochmal beim Buchstaben „N“…) ist einfach so schön logisch, aber trotzdem gibt es Personen oder Stellen, die darüber diskutieren können. Das ist wie darüber zu diskutieren, dass „1+1“ nicht „2“ ist.

Was besagt mein Lieblingsprinzip denn nun? Immer dann, wenn ich die Daten unbedingt benötige, dann darf ich sie auch verwenden (ohne Einwilligung). Immer dann, wenn ich sie nicht unbedingt benötige, ist die Datenverwendung in der Regel ohne Einwilligung ausgeschlossen. EIn Beispiel: Muss man sich vor einer Kreuzfahrt fotographieren lassen, um nachher auf Fotos bei den Veranstaltungen per Gesichtsscan erkennbar zu sein, damit man/frau die Fotos kauft? Nein, muss man nicht. Das Problem ist nur, sein Recht in dem Moment geltend zu machen… Das gelingt ganz oft nur im Nachhinein. Warum ist das so? Weil das Erforderlichkeitsprinzip von vielen Unternehmen leider nicht immer zugrunde gelegt wird. Und wenn man die Daten erst einmal hat, dann hat man sie…

Das Erforderlichkeitsprinzip ist in der DSGVO mit übernommen worden. Also, auch ab nächsten Jahr muss man sich die Frage stellen: „Brauche ich die Daten wirklich?“

Stephanie Iraschko-Luscher

28.09.2017

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