Datenschutz-ABC – Buchstabe F

F wie Fliegen oder Flughafen

„Bitte lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt.“ Wer kennt sie nicht, diese regelmäßigen Ausrufe? Aber wo das überraschender Weise nicht gilt, ist dort, wo Sicherheit großgeschrieben wird: Beim Security Check. Ich selber bin immer froh, wenn ich nach dem Druchchecken am Ende des Fließbandes alle meine Sachen wiederhabe. Es sind ja auch nicht gerade die sensibelsten Dinge, die man ins Handgepäck nimmt, weil man diese auf dem Flug nicht verlieren möchte. Das Handy, der Pass, das Notebook, die Kreditkarten und der Hausschlüssel… Und gerade dort kann man sich nicht sicher sein, dass sich ein anderer „bedient“ und die Sachen klaut…

Und auch die Bordkarten werden unterschätzt: Wenn jemand eine Bordkarte aus Papier nutzt und die am Flughafen offen liegen lässt, können Dritte ohne Probleme Name, Flugnummer und Sitzplatz des Passagiers ablesen. Deswegen bleibt die Bordkarte auch mal nach dem Flug achtlos im Sitznetz. Doch die Bordkarte verrät viel mehr, als in Ziffern und Buchstaben darauf steht. Denn im Barcode verstecken sich noch weitere Daten: zum Beispiel die Buchungsnummer des Tickets und, sofern vorhanden, die Vielfliegernummer des Passagiers. Die kann jeder auswerten: Im Internet finden sich Webseiten, die verschiedene Barcode-Typen erkennen und analysieren können (z.B. für Papier-Bordkarten und für Smartphone-Bordkarten). Alles, was dazu benötigt wird, ist ein Foto des Codes, das der Nutzer dann zum Auslesen hochladen kann. Mit diesem Code kann dann ein Dritter das Ticket annulieren oder bspw. umbuchen…

Stephanie Iraschko-Luscher

08.10.2017

MGDS – Ihre Unternehmensberatung für Datenschutz in Hamburg