Der gute „alte“ Ladendiebstahl und Datenschutz – Teil 1

Der Ladendiebstahl wirkt irgendwie antiquiert, ist aber immer noch „on Vogue“ und vor allem werden hier viele personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet, so dass man da mal genauer hinschauen sollte. Insbesondere auch, weil es um vermeintliche Straftaten geht, was das gesamte Thema in den Fokus möglicher Persönlichkeitsverletzungen rückt. Auch die Scham, entdeckt und damit „vorgeführt“ zu werden, betrifft die Persönlichkeit des (vermeintlichen) Täters. In solchen Fällen guckt jeder. Und jeder denkt sich seinen Teil.

Wie läuft ein Ladendiebstahl ab? (Chronologie hilft immer beim Datenschutz, da man die Prozesse so gut aufbauen kann)

1. Ein Kunde scheint, etwas weggenommen zu haben.

2. Er wird dabei vom Verantwortlichen, bzw. dessen Dienstleister beobachtet, bzw. diese haben einen Verdacht eines Diebstahls.

3. Der vermeintliche Diebstahl findet noch in den Räumen des Ladens statt.

4. Der Kunde wird von den Mitarbeitern des Verantwortlichen oder seines Dienstleisters festgehalten und nach seinen Personalien gefragt.

5. Der Kunde wird in einen abgelegenen Bereich geführt, bzw. die vorläufige Festanahme findet auf der Ladenfläche statt.

6. Die Polizei wird gerufen / wird nicht gerufen.

7. Es wird ein Hausverbot ausgesprochen.

 

Die Antworten kommen im zweiten Teil.

 

Stephanie Iraschko-Luscher

03.08.2022

MGDS – Ihre Unternehmensberatung für Datenschutz in Hamburg