Fristlose Kündigung eines Arbeitsnehmers wegen umfangreicher Datenlöschung

Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hatte sich mit einem Sachverhalt zu beschääftigen, bei dem es darum ging, dass ein Arbeitnehmer in Beendigungverhandlungen des Arbeitsverhältnisses 3.300 Dateien mit einem Datenvolumen von 7,48 GB auf dem Server der Arbeitgeberin im für ihn vorgesehenen Verzeichnis löschte.

Nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts sei dem Kläger auch ein erheblicher Verschuldensvorwurf zu machen. Er habe nicht versehentlich über 3.300 Dateien gelöscht, sondern ganz bewusst und damit vorsätzlich. Die Beklagte habe annehmen dürfen, der Kläger wolle „verbrannte Erde“ hinterlassen.

Für unerheblich hielt das Landesarbeitsgericht insbesondere auuch, ob und mit welchem Aufwand ein Teil der gelöschten Daten wiederhergestellt werden kann oder ob und in welchem Umfang die Beklagte für den weiteren Geschäftsablauf die Daten tatsächlich benötigt.

Stephanie Iraschko-Luscher

02.12.2020

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