Kooperationen oder (jetzt noch) Funktionsübertragung…

Der jetzige § 28 BDSG ist ja der Gegenpart zur Auftragsdatenverarbeitung, sofern man Daten zur Bearbeitung an einen Dienstleister übergibt, genannt „Funktionsübertragung“. (Warum das so genannt wird, frage ich mich, seit dem ich den Begriff das erste Mal gehört habe...). § 28 regelt dabei nur, unter welchen Voraussetzungen man die Daten übergeben darf; was der Dienstleister mit den Daten machen darf, obliegt nicht der Verantwortung des Auftraggeberunternehmens. Funktionsübertragung ist die klasssische Zusammenarbeit zweier Unternehmen in Form einer Kooperation.

In Art. 26 DSGVO wird es eine grundlegende Änderung für diesen Bereich geben. Die „gemeinsam Verantwortlichen“ legen in einer Vereinbarung in transparenter Form fest, wer von ihnen welche Verpflichtung gemäß DSGVO erfüllt, insbesondere was die Wahrnehmung der Rechte der betroffenen Person angeht“.

Stephanie Iraschko-Luscher

05.11.2017

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