Recht auf Vergessenwerden…

Das Recht auf Vergessenwerden (englisch: Right to be forgotten) soll sicherstellen, dass elektronische oder digitale Informationen über eine Person nicht für immer zur Verfügung stehen. Dabei soll jedes Datum von vornherein mit einer bestimmten „Lebensdauer“ versehen werden. Dieser Ansatz ist so nicht von der EU-Kommission übernommen worden.

In Art. 17 der EU Datenschutz-Grundverordnung ist das Recht auf Vergessenwerden nur in der Überschrift erwähnt und dabei auch nur in „Häkchen“ gesetzt. In Art. 17 selber sind nur Löschpflichten geregelt, Absatz 2 sieht dabei sogar eine Abwägungsmöglichkeit vor, die Löschung aller Links nur zu veranlassen, wenn es keinen unangemessenen Aufwad bedeutet.

Der Ansatz des Rechtes auf Vergessenwerden würde eigentlich sehr gut in die Struktur der DS-GVO passen. Denn gerade im Internet veröffentlichte und bloßstellende Informationen, Inhalte, Fotos oder Videos sollten doch gerade zum Schutz der Betroffenen dauerhaft entfernt werden. Sonst hält die Bloßstellung ja immer weiter an.

(Stephanie Iraschko-Luscher)

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